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DefinitionBearbeiten

Ein- oder zweiflügelige Drehflügel- oder Pendelfeuerschutztüren für den Durchgang von Personen, welche dazu bestimmt sind, dem Leistungskriterium "E" (Raumabschluss) und eventuell dem Leistungskriterium "I" (Wärmedämmung) entsprechen. Selbstschließende Feuerschutztüren entsprechen dem Leistungskriterium „C“ (Selbstschließvermögen). In der folgenden Tabelle werden die Klassifizierungen von Feuerschutztüren nach obigen Leistungskriterien angeführt.

NORM B 3859.jpg

Klassifizierung von Feuerschutztüren nach ÖNORM B 3859 [1]

AnwendungsgebieteBearbeiten

Feuerschutztüren bestehend aus Türstöcken/-zargen, Türblättern, Wärmedämmstoffen, Beschlägen (z. B. Schlössern, Drückern, Zylindern, Türbändern, Schließmitteln), allfälligen Dichtungen und Verglasungen - sind als Einheit zu betrachten und als solche zu prüfen. Die Prüfung hat nach ÖNORM EN 1634-1 [2] (Feuerwiderstandsprüfungen für Tür- und Abschlusseinrichtungen - Teil 1: Feuerschutzabschlüsse) zu erfolgen.

Brandschutztüren müssen nach dem Öffnen selbstständig schließen. Beim Schließen aus weniger als 200 mm Öffnungsbreite muss es zumindest zum Anliegen der Falle kommen. Vom Erfordernis der Selbstschließung und der Schließfolgeregelung kann in Ausnahmefällen wie Wohnungseingangstüren, Hotelzimmertüren, einbruchshemmenden Türen, Schachttüren u. dgl. Abstand genommen werden. Die Selbstschließvorrichtungen dürfen ohne Hilfsmittel nicht außer Funktion gesetzt werden können. Es ist jedoch zulässig, Brandschutztüren in Offenstellung feststellbar einzurichten, wenn diese Feststelleinrichtung im Brandfall wirksam wird und die Türanlage zuverlässig für den Schließvorgang freigibt. Sicherheitseinrichtungen gemäß ÖNORM B 1205-2 [3] müssen auch im Brandfall wirksam bleiben und unabhängig von der normalen Energieversorgung arbeiten. Ein Feuerschutzabschluss erfüllt nur dann seine Funktion, wenn er im Brandfalle geschlossen ist. Unzulässig offen gehaltene Feuerschutzabschlüsse, z. B. durch Verklemmen mit Holzkeilen, Verstellen, Festbinden u. ä. setzen eine wichtige Maßnahme des Vorbeugenden baulichen Brandschutzes außer Funktion und gefährden im Gefahrenfalle Leib und Leben von Menschen sowie Sachwerten. Müssen Feuerschutzabschlüsse aus betrieblicher Notwendigkeit während der Betriebszeit offen bleiben, sind Feststellanlagen zu verwenden.

Normen und RichtlinienBearbeiten

Für ein- oder zweiflügelige Drehflügel- oder Pendelfeuerschutztüren gilt die ÖNORM B 3850 .[4]

Trends und AusblickBearbeiten

Ein- oder zweiflügelige Drehflügel- oder Pendelfeuerschutztüren werden stets weiterentwickelt hinsichtlich Design und Funktionalität.

QuellennachweiseBearbeiten

  1. ÖNORM B 3859 Baubeschläge - Türdrücker, Türknöpfe, Türschilder und Rosetten für Feuerschutzabschlüsse - Maße und Anforderungen
  2. ÖNORM EN 1634-1 Feuerwiderstandsprüfungen und Rauchschutzprüfungen für Türen, Tore, Abschlüsse, Fenster und Baubeschläge - Teil 1: Feuerwiderstandsprüfungen für Türen, Tore, Abschlüsse und Fenster
  3. ÖNORM B 1205-2 Tore - Antriebe, Steuerungen und Sicherheitseinrichtungen
  4. ÖNORM B 3850 Feuerschutzabschlüsse- Drehflügel-, Pendeltüren und –tore - Ein- und zweiflügelige Ausführung

Unterkategorien

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