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DefinitionBearbeiten

Brandschutzabschlüsse wie Brandschutztüren, Brandschutztore, Hub-, Hubglieder-, Kipp-, Roll-, Schiebe- und Falttüren und –tore und Rauchabschlüsse erfüllen nur dann ihren Zweck, wenn diese im Brandfall geschlossen sind. Wichtigster Bestandteil solcher Abschlüsse ist daher die Selbstschließeinrichtung, die nach öffnen dieses Abschlusses das sofortige selbsttätige Schließen gewährleistet. Üblicherweise bestehen diese Selbstschließeinrichtungen aus mechanischen Vorrichtungen. Betrieblich ist es jedoch in Einzelfällen notwendig, dass z.B.: Förderwege, die durch Brandabschnitte führen, für den Verkehr während der Betriebszeit offen gehalten werden. Dieses ,,Offenhalten“ erfordert jedoch, dass im Brandfall ein unverzügliches Schließen ermöglicht wird. Unterlagskeile o. ä. Behelfe sind daher grundsätzlich verboten. In begründeten Ausnahmefällen ist es daher zulässig, eine Feststellanlage für einen Abschluss vorzusehen, die im Brandfall das selbsttätige Schließen dieses Abschlusses gewährleistet.[1]

AnwendungsgebieteBearbeiten

Feststellanlagen sind Geräte oder Gerätkombinationen (z.B. Steuerungszentralen, Haltemagneten, Brandmelder und Unterbrechungstaster), die geeignet sind, die Funktionen von Schließmitteln kontrolliert unwirksam zu machen. Im vorbeugenden Brandschutz ist das sogenannte Abschottungsprinzip die wirksamste Maßnahme gegen die Ausbreitung eines Brandes. Mit Feuerschutzabschlüssen werden aus betrieblichen Gründen notwendige Öffnungen (Türen, Tore usw.) im Brandfall verschlossen. Wenn sich Feuer und Rauch in Räumen und Gebäuden unkontrolliert ausbreiten können, bedeutet das eine erhebliche Gefahr für Menschen und Sachwerte. Nicht gesicherte Fluchtwege können zur bedrohlichen Falle werden. Entsprechend eingebaute Feuerschutztore und Türen sind daher eine wichtige Voraussetzung, um Personen- und Warenverkehr zwischen den Brandabschnitten zu ermöglichen. Die direkte Umgebung wird mit elektronischen Brandmeldern überwacht. Feuerschutztüren und -tore werden im Ruhebetrieb durch Haftmagnete mit Gegenplatte oder Obentürschließer offen gehalten. Automatischer Brandmelder oder manuelle Betätigung bewirken das Auslösen und damit das Schließen der Feststellanlage. Im folgenden Bild wird das Funktionsschema einer Feststellanlage dargestellt.

Funktionsschema Feststellanlage.jpg

Funktionsschema für eine Drehtür mit Feststellanlage[2]

Normen und RichtlinienBearbeiten

Feststellanlagen für Brandschutzabschlüsse sind in der TRVB 148 [3] und in der ÖNORM B 1205-2 [4] geregelt.

Trends und AusblickBearbeiten

Feststellanlagen werden stets weiterentwickelt um eine optimale Sicherheit für den Brandschutz zu gewährleisten.

QuellennachweiseBearbeiten

  1. TRVB 148 – Technische Richtlinie vorbeugender Brandschutz - Feststellanlagen für Brand- und Rauchabschlüsse
  2. Online abrufbar unter http://www.Brandschutzjahrbuch.at/2008/Beitraege_2008/58_Brandverhalten_Bauteile.pdf
  3. TRVB 148 – Technische Richtlinie vorbeugender Brandschutz - Feststellanlagen für Brand- und Rauchabschlüsse
  4. ÖNORM B 1205-2 Tore - Antriebe, Steuerungen und Sicherheitseinrichtungen

Unterkategorien

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