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DefinitionBearbeiten

CO2-Löschanlagen bestehen aus einem Rohrleitungssystem, welches sich durch die zu schützenden Gebäudeteile beziehungsweise Räume verteilt. In regelmäßigen Abständen sind offene Löschdüsen angebracht, über welche im Brandfall das CO2 im Brandraum verteilt werden kann und den Sauerstoff vom Brandherd verdrängt.[1]

Da bei einer CO2-Löschanlage lediglich Gas als Löschmittel eingesetzt wird, eignet sich dieses Verfahren besonders für Risikobereiche mit brennbaren Flüssigkeiten und anderen gefährlichen Stoffen (z.B. Lackier- und Pulverbeschichtungsanlagen, Gefahrstofflager) sowie für Räume mit hochwertigen und sensiblen, elektronischen Einrichtungen (z.B. Museen, Archivräume, Serverräume, Haustechnikräume, etc.), da nach einem Löschvorgang keine Löschmittelrückstände verbleiben und CO2 zudem elektrisch nicht leitend ist. Nach erfolgter Brandlöschung kann das CO2 durch Belüftung aus dem betreffenden Raum entfernt werden.[2][3]

Da es sich bei CO2 um erstickend wirkendes Gas handelt, müssen vor Einleitung des Löschvorganges die sich im betreffenden Bereich befindlichen Personen gewarnt werden. Dies geschieht über akustische und visuelle Warneinrichtungen, welche auf die Einleitung des Löschvorganges beziehungsweise das Austreten des Löschmittels hinweisen. Zwischen der Warnung und dem Beginn des Löschvorganges bleibt den im betroffenen Bereich befindlichen Personen ausreichend Zeit den Bereich zu verlassen. Die zu schützenden Bereiche werden durch Rauch-, Wärme- und/oder Flammenmelder überwacht. Im Brandfall geben diese ein Signal an die Steuerzentrale, welche zum einen eine ständig besetzte Stelle (z.B. Feuerwehrleitstelle) informiert und zum anderen die akustischen und visuellen Warneinrichtungen aktiviert. Nach Ablauf eines vordefinierten Warnzeitraumes startet der eigentliche Löschvorgang. Das in Hochdruck-Gasflaschen befindliche CO2 wird über das Rohrleitungssystem in den Löschbereich geleitet und tritt an den Löschdüsen in den Brandraum aus.[4][5]

CO2Löschanlage.jpg

Kohlendioxid-Löschanlage im Einsatz

CO2Löschanlage Tanks.jpg

Hochdruck-Gasflaschen einer Kohlendioxid-Löschanlage

Normen und RichtlinienBearbeiten

Die ÖNORM EN 15004 Ortsfeste Brandbekämpfungsanlagen – Löschanlagen mit gasförmigen Löschmitteln enthält Anforderungen an die Sicherheit und Empfehlungen für die Auslegung, Errichtung, Prüfung und Instandhaltung von Löschanlagen mit gasförmigen Löschmitteln in Gebäuden, Produktionsanlagen oder anderen Bauwerken sowie die Kenndaten der unterschiedlichen Löschmittel und deren Eignung für bestimmte Brände.[6]


QuellenBearbeiten

  1. Kemper, Hans (2008): Vorbeugender Brandschutz, 2. Auflage, Landsberg/Lech: ecomed SICHERHEIT, Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm GmbH, 2008
  2. Kemper, Hans (2008): Vorbeugender Brandschutz, 2. Auflage, Landsberg/Lech: ecomed SICHERHEIT, Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm GmbH, 2008
  3. http://www.minimax.de/katalog/files/101/
  4. Kemper, Hans (2008): Vorbeugender Brandschutz, 2. Auflage, Landsberg/Lech: ecomed SICHERHEIT, Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm GmbH, 2008
  5. http://www.minimax.de/katalog/files/101/
  6. ÖNORM EN 15004 Ortsfeste Brandbekämpfungsanlagen – Löschanlagen mit gasförmigen Löschmitteln

QuicklinksBearbeiten

  1. Sicherheit Wikia
  2. Gebäudesicherheit
  3. Brandschutz
  4. Technischer Brandschutz
  5. Ortsfeste Brandbekämpfungsanlagen

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